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Synergiewerkstatt XXI: LGBT – vom Tabu zum Dialog

Mittwoch, 7. September 2016
mit Vorabendprogramm

Gastgeberin: Dr. Astrid Stange, Mitglied des Vorstands der AXA Konzern AG in Köln

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Gastgeber der einundzwanzigsten Synergiewerkstatt war der AXA Konzern in Köln. Das Vorabendprogramm startete bei strahlendem Sonnenschein mit einem Sektempfang über den Dächern der Kölner Innenstadt. Angeführt von Martin Sölle vom Centrum für schwule Geschichte e.V. ging es weiter mit dem Stadtrundgang „Warme Meilen" mit Einblicken in das schwule Köln, bevor es zum kulinarischen Ausklang des Vorabendprogramms ins Brauhaus Päffgen ging.

Das Abendessen eröffnete Thierry Daucourt, Mitglied des Vorstandes der AXA Konzern, mit einem Dinner Speech. Er erzählte auf sehr persönliche Weise, warum es wichtig ist, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem jeder Mitarbeitende geachtet und geschätzt wird und zwar als ganze Person und mit allen persönlichen Facetten.

Dr. Astrid Stange, Mitglied des Vorstands des AXA Konzern und Gastgeberin der Synergiewerkstatt XXI, begann mit einem Vortrag über die Diversity & Inclusion-Initiative, mit deren Hilfe der AXA Konzern einen enormen Wettbewerbsvorteil erlangt hat. Transparenz, Vertrauen, Offenheit und Respekt für Andere werden als Voraussetzung angesehen, um gemeinsam zu wachsen. Maßstab für die Verankerung dieser Werte sind die Rahmenbedingungen, die Menschen mit unterschiedlicher sexueller Orientierung und Identität in einem Unternehmen vorfinden.

Dr. Petra Köppel, Leiterin des Netzwerk ,Synergie durch Vielfalt', gab einen kurzen Überblick über den Themenkomplex LGBT. Deutlich wurde, dass die sexuelle Orientierung die am wenigsten berücksichtigte Diversity-Dimension beim Diversity Management ist. Mithilfe von Allies, heterosexuelle Verbündeten, kann die Mehrheit im Betrieb für einen offenen Umgang gewonnen werden, denn sie leben Wertschätzung vor und schreiten bei Grenzverletzungen oder Diskriminierung ein.

Jörg Schmidt, Konzernpersonalleiter des AXA Konzern und LGBT-Vertrauensperson, strich in seinem Beitrag „LGBT@AXA“ die Wichtigkeit heraus, sich für das Thema LGBT auf Vorstands-, Führungskräfte- und Mitarbeiterebene gleichermaßen einzusetzen und LGBT zum Gespräch zu machen. Kommunikationsformen, die sich bewährt haben, sind Beiträge in internen Kommunikationsmedien, Awareness Talks auf allen Ebenen und der Aufbau eines LGBT-Netzwerks.

Torge Rosenburg, Senior Specialist HR Strategy & Research bei der Commerzbank, erzählte in seinen Impulsvortrag „Das Ende der GLBT-Diskriminierung“ von der Erfolgsgeschichte des LGBT-Netzwerks ARCO, dem er vorsitzt.. Das Netzwerk hat die Unternehmenskultur der Commerzbank entscheidend mitverändert. Reizworte wie schwul oder lesbisch interessieren im Arbeitsalltag der Commerzbank keinen mehr. Seit Jahren gibt es keine negativen Rückmeldungen an das ARCO Netzwerk oder gegenüber Human Resources.

Uta Menges, Diversity & Inclusion Leader bei IBM Deutschland, stellte in ihrem Vortrag „LGBT und Leadership Ansätze und Instrumente bei IBM“ eine enorme Bandbreite an Maßnahmen vor, die bei IBM implementiert wurden. So zum Beispiel das Out-Executive-Programm: Hier stellen sich geoutete Mentor_innen aus der Executive Ebene auf einer Plattform mit ihrem Lebenslauf vor und stehen anderen Mitarbeiter_innen als Ansprechpartner_innen zur Verfügung. Oder aber das Leadership Development Programm: Zusätzlich zu dem Standardprogramm wird ein spezielles Angebot für Community-Mitglieder zum Beispiel zum Thema „Outing als neu geworbene Führungskraft“ angeboten.

In einer interaktiven Übung wurden die Teilnehmer_innen überrascht, wie stark Identität und Kommunikation von sexueller Orientierung abhängen. Weiter ging es mit einer Interviewrunde mit Hanna Brungs von Sodexo und Leonora Friese von AXA zu „Erfahrungen und Einblicke von transidenten Mitarbeiter_innen“. Darauffolgend tauschten sich die Teilnehmer_innen untereinander im Coffee-Talk-Format zu ihren eigenen LGBT-Erfahrungen und Herausforderungen dazu aus.

In zwei Arbeitsgruppen wurden am Ende des Tages konkrete Handlungsempfehlungen zu Kommunikation und Mehrwert D&I sowie LGBT-Netzwerken entwickelt. Der Umgang mit dem Thema LGBT ist die Nagelprobe für ein Unternehmen. Denn wenn ein Unternehmen das Thema LGBT offen angeht, dient diese Offenheit gleichzeitig anderen Kulturen, Geschlechtern und Lebensentwürfen. Um das zu erreichen, ist ein starkes Commitment des Vorstands zu LGBT notwendig. Für den Erfolg eines LGBT-Netzwerks ist es entscheidend, deutlich zu machen, warum es das Netzwerk eigentlich gibt und warum das Netzwerk wichtig ist für das Unternehmen.

Auch einen Ausblick auf die nächste Synergiewerkstatt gab es bereits: Zum Thema „Wie viel Individualität verträgt ein Unternehmen? Die Chancen und Grenzen von Vielfalt“ lädt Dr. Köppel am 03. November 2016 zur 22. Synergiewerkstatt nach Frankfurt am Main ein. Gastgeber wird Herr Michael Müller, Arbeitsdirektor von Fraport sein.

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