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Religiöses Miteinander am Verkehrsknotenpunkt

Für die Fraport AG, den Flughafenbetreiber des Frankfurter Flughafens und Anbieter weiterer internationaler Dienstleistungen, sind die Themen Kultur und Religion in zweifacher Hinsicht elementar: Zum einen vertreten die fast 12.000 Fraport-MitarbeiterInnen fast 80 Nationen. Zum anderen stammen die 53 Millionen Passagiere des drittgrößten europäischen Flughafens (nach London Heathrow und Paris Charles de Gaulle) aus allen Ländern der Welt. Im Mikrokosmos des Frankfurter Flughafens treffen Menschen unterschiedlichster Herkunft aufeinander; alle Weltreligionen sind auf engstem Raum vertreten.

Diese Konzentration ist für die Fraport AG Herausforderung und Anreiz gleichermaßen. Sie hat einige Angebote geschaffen, um der kulturellen und religiösen Vielfalt sowohl der Belegschaft als auch der Reisenden gerecht zu werden.

So gibt es am Frankfurter Flughafen derzeit sieben Gebetsräume – sowohl im öffentlich zugänglichen Bereich als auch im Transitbereich. Das Angebot umfasst eigene Räume für evangelische und katholische sowie für orthodoxe Christen, für Muslime und für Juden. Hinzu kommen zwei gesonderte muslimische Gebetsräume für Flughafenbeschäftigte sowie für Taxifahrer. Vor allem die öffentlich zugänglichen Gebetsräume im Terminal 1 werden rege genutzt. Im muslimischen Gebetsraum nehmen täglich zwischen 30 und 50 Besucher am Mittagsgebet teil. Die Zahl steigt beim Freitagsgebet auf bis zu 120 Besucher an. In der ökumenisch genutzten christlichen Kapelle finden sich zu  Mittagskonzerten oft über 50 Besucher ein. Die Mittagsgottesdienste besuchen zwischen 10 und 20 Personen. Auch die Räume für orthodoxe Christen und für Juden finden Zuspruch, allerdings sind die Besucherzahlen wesentlich niedriger. Die Gebetsräume im Transitbereich werden naturgemäß weniger genutzt. Im speziell für Flughafenbeschäftigte eingerichteten muslimischen Gebetsraum kommen zum Freitagsgebet 30 bis 50 Gläubige zusammen.

Der Erfolg bzw. die Akzeptanz dieser Gebetsräume bestärken die Fraport AG in ihrem Konzept. Vier weitere Gebetsräume im Transit- und im Terminalbereich sind in Planung, darunter ein überkonfessioneller ‚Raum der Stille'.

Neben den Gebetsräumen geht die Fraport AG auf die religiösen Hintergründe ihrer MitarbeiterInnen und Passagiere mit weiteren Angeboten ein:

Bereits seit zehn Jahren findet einmal jährlich im November eine Abrahamische Feier statt. Bei diesem gemeinsamen Fest der drei monotheistischen Religionen Christentum – Islam – Judentum wird für Verständnis und Respekt geworben. Durch Musik, Gesang und leckere Speisen aus verschiedenen Kulturkreisen wird Interesse am und Verständnis für das Andere geweckt. Zahlreiche Flughafenbeschäftigte und Ehrengäste aus Wirtschaft, Politik und Kultur nehmen an der bereits zur Tradition gewordenen Veranstaltung teil und entdecken das Gemeinsame und Verbindende der Religionen. Schirmherr der Veranstaltung ist der Vorstand Arbeitsdirektor der Fraport AG. Die evangelische Pfarrerin und der katholische Pater, die ihre Gemeinden am Flughafen haben, sowie der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Frankfurt und der Landesbeauftragte der DITIB richten die Feier gemeinsam aus.

Zudem feiert die Fraport AG das IFTAR Fest im Rahmen des Ramadan. Eingeladen sind alle muslimischen Beschäftigte sowie Fluggäste. Während des Ramadan werden die fastenden Gläubigen nach Sonnenuntergang mit Halal Speisen verköstigt. Die Organisation liegt bei der Fraport AG.

Christliche Feste und Feiertage werden im Rahmen der Arbeitszeitplanung (d.h. vor allem bei der Schichtarbeit) so weit wie möglich berücksichtigt. Die jährliche Weihnachtsfeier hat bereits eine zwanzigjährige Tradition. Dabei erhält jeder Mitarbeiter ein kleines Weihnachtspaket.

Im Flughafen gibt es Lebensmittelautomaten, in denen koschere Lebensmittel angeboten werden. Halal Speisen für Muslime werden bereits seit längerem von den Restaurants im "Food Court" des Terminal 1 serviert.

Diese vielfältigen Angebote, die die MitarbeiterInnen nicht nur als Arbeitskraft, sondern als ganzen Menschen mit religiösen Überzeugungen ansprechen, werden sehr gut angenommen. Auch wenn die Gebetsräume nicht während der Arbeitszeit genutzt werden dürfen, wird das Angebot von den MitarbeiterInnen sehr geschätzt. Eine höhere Identifikation mit der Fraport AG und eine höhere Motivation seitens der Belegschaft zahlen sich für das Unternehmen aus.

In den Kommentaren der Gästebücher in den Gebetsräumen lässt sich der hohe Stellenwert auch für die Passagiere erkennen, gerade im Transitbereich. Auch die externen Gäste wissen das Angebot der Fraport AG offensichtlich zu schätzen.

 

Flyer zu den Gebetsräumen

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