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Kultur

‚Kultur’ steht an dritter Stelle der Diversity-Prioritäten und verweist auf sehr unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und Bedürfnisse.

Unter diese Dimension werden sowohl AusländerInnen als auch Menschen mit Migrationshintergrund gefasst, u.a. Eingebürgerte, SpätaussiedlerInnen, MigrantInnen und Nachkommen aus Migrationsfamilien in zweiter und dritter Generation. Allein diese Gruppen sind äußerst heterogen z.B. in Bezug auf Geburtsland, Aufenthaltsdauer, Alter usw. Laut Migrationsbericht 2012 hat in Deutschland jeder fünfte Einwohner einen Migrationshintergrund, bei Kindern unter zehn Jahren liegt dieser Anteil bereits bei etwa einem Drittel.

Doch gehören zu ‚Kultur’ auch internationale Begegnungen, vor allem durch Auslandseinsätze, internationale Fusionen und Übernahmen sowie (virtuelle) internationale Teams. Die Globalisierung erhöht den Bedarf nach interkulturell kompetenten MitarbeiterInnen immer mehr.

Das Aktionsfeld ist daher sehr weit. Seminare zu interkultureller Führung und Vorbereitungen für Auslandseinsätze sind seit langem gängige Praxis. Unternehmen arbeiten inzwischen intensiv daran, international als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden und Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben. Menschen mit Migrationshintergrund werden als ArbeitnehmerInnen neu entdeckt – doch dabei gibt es noch einige Hürden abzubauen. Zudem müssen Unternehmen dafür sorgen, dass das Potenzial in der Belegschaft stärker genutzt wird.

In unseren Synergiewerkstätten stellen wir immer wieder fest, dass multikulturelle Belegschaften ein Gewinn sind – aber nur unter der Voraussetzung, dass Unterschiede erkannt, als Bereicherung verstanden und konstruktiv gesteuert werden. Denn Ressentiments und interkulturelle Konflikte können die Produktivität durchaus einschränken. Unsere eigene Forschung hat ergeben, dass insbesondere für kreative Aufgaben multikulturelle Teams geeignet sind. Sie übertreffen in ihrer Effektivität homogene Teams – wenn man ihnen denn zunächst mehr Zeit und Energie zugesteht. Zunächst müssen sie interkulturelle Konflikte beilegen, interkulturelle Kompetenz aufbauen und Synergien durch verschiedene Perspektiven und Erfahrungen möglich machen.

In unseren Synergiewerkstätten haben wir Erfolgsgeschichten gesammelt, wie multikulturelle Potenziale genutzt werden können. Beispielsweise bildet ThyssenKrupp Vertrauensleute zu KulturmittlerInnen aus. Die Deutsche Bank hält das Angebot Bankamız mit türkischstämmigen BeraterInnen für KundInnen desselben Hintergrunds bereit. Interkulturelle Kompetenz bedeutet dabei nicht, die eigene Ursprungskultur aufzugeben, sondern im Gegenteil einen eigenen Standpunkt zu finden, ihn abzugleichen, sich seiner eigenen Identität immer wieder zu vergewissern und mit dieser Sicherheit den Anderen besser zu verstehen und anerkennen zu können.

Lesen Sie dazu auch unseren aktuellen Fachartikel zu Interkulturelle Kompetenz in der Bundeswehr.

 

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