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Behinderung

Ausgebrannt, krank, behindert, eingeschränkt leistungsfähig – wer ist (noch) normal? Bei dieser Dimension geht es nicht allein um Barrierefreiheit für RollstuhlfahrerInnen, sondern auch um Arbeitssicherheit, Gesundheitsprävention, Reintregration und chronische Krankheiten. In diesem Bereich sind viele Maßnahmen gesetzlich vorgeschrieben; genannt sei nur die 5-Prozent-Quote für die Beschäftigung Schwerbehinderter. Die 2009 in Deutschland in Kraft getretene UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen sorgte für etwas Aufmerksamkeit. Nichtsdestoweniger fehlt vielen Unternehmen ein unbefangener Zugang – häufig sind Behinderungen sogar noch ein Tabu. Körperliche Schwächen werden oft ignoriert oder bagatellisiert. Schwächen einzugestehen erscheint vielen als Bankrotterklärung – insbesondere in Führungspositionen.

Doch in einer älter werdenden Gesellschaft und in einem Arbeitsumfeld mit wachsenden psychischen Belastungen kommen Unternehmen nicht daran vorbei, sich mit der Physis und Psyche der Belegschaft konkreter zu beschäftigen. Dabei hat sich der ursprünglich pädagogische Ansatz der Inklusion aus der Bildung und Erziehung seinen Weg in die Wirtschaft gebahnt. Inklusion bedeutet, Verschiedenartigkeit als Normalität anzusehen – zugespitzt in Sätzen wie „Wir sind alle behindert“. Überdies betrifft diese Dimension (potentiell) ausnahmslos alle MitarbeiterInnen. Denn fest steht: niemand ist vor der (plötzlichen) Unfähigkeit zur bisherigen Berufsausübung gefeit.

Zunehmend zeigt sich daher, wie sehr sich (präventive) Maßnahmen und physisch angemessene Arbeitsplätze auszahlen. So kommt eine internationale Studie zu dem Ergebnis, dass sich der Erfolg von Investitionen in den Arbeitsschutz durchschnittlich auf mehr als das Doppelte der investierten Summe beläuft. Behinderte MitarbeiterInnen, die einen angemessenen Arbeitsplatz besetzen, zeichnen sich durch überdurchschnittliche Motivation aus. Leistungsgewandelte MitarbeiterInnen, die in ein Unternehmen reintegriert werden, bringen ihre Erfahrungen weiterhin ein und machen anderen Mut, im Falle des Falles ebenfalls eine weitere Chance zu erhalten. Beeinträchtigte Menschen erkennen ähnliche Bedürfnisse bei KundInnen und bringen ungeahnte Perspektiven ein.

In einer unserer nächsten Synergiewerkstätten möchten wir uns daher dieser Dimension widmen. Wie können körperliche Ressourcen gefördert werden? Wie bringen gemeinhin als behindert angesehene Menschen ein Unternehmen voran? Die Schaffung von awareness, die Enttabuisierung durch einen konstruktiven Dialog, der Abbau von Barrieren sowie ein unbefangener Umgang sollen diskutiert und konkretisiert werden. Wir möchten uns den Potenzialen von Individuen widmen und gesundheitliche Aspekte einbeziehen. Damit möchten wir verdeutlichen: die Diversity-Dimension Behinderung betrifft (potentiell) wirklich jede/n von uns.

 

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